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Freiwilligen Feuerwehr Nottuln - Löschzug Nottuln
 
   
 

 
 

Presseberichte 2010


Westfälische Nachrichten

23.12.2010

90 Feuerwehrleute bekämpfen Gaststättenbrand

Nottuln/Appelhülsen - Alarmeinsatz kurz vor Weihnachten: Am Donnerstagabend (23. Dezember) um 23.41 gingen bei vielen Feuerwehrmännern die Alarmmelder los: "Großbrand in Appelhülsen. Feuer in der Gaststätte "Bonaparte". Menschenleben in Gefahr!" Wenige Minuten später rollten die ersten Löschzüge aus ihren Depots.: Appelhülsener, Nottulner und Daruper Feuerwehrmänner sowie eine Einsatzgruppe der Dülmener Wehr mit ihrer Drehleiter trafen - trotz Schneeverwehungen und Glatteis - in Minutenabständen an der brennenden Gaststätte ein.


Gleichzeitig erreichten Kreisbrandmeister Donald Niehues, dessen Stellvertreter Günter Reuver,Gemeindebrandinspektor Bernd Daldrup und dessen Stellvertreter Johannes Grewe die Kreuzung,wo inzwischen ein Blaulichtgewitter durch die dichten Qualmwolken blitzte.Die Polizei sperrte Münster-, Linden-, Weseler- und Bahnhofstraße komplett ab.

Unter schwerem Atemschutz begannen einzelne Feuerwehrtrupps das Haus nach Bewohnern zu durchsuchen.Rettungswagen aus Nottuln und Havixbeck rollten an. Zwei Notärzte und ein Arzt aus Buldern kümmerten sich in einer im Altenheim Haus Arca eilends installierten Untersuchungsstation um die Geretteten.Eine Person musste mit schweren Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden. Die anderen durften nach ambulanter Behandlung wieder nach Hause gehen.

Inzwischen hatten andere Wehrleute Schlauchleitungen gelegt, um dem Brand von allen Seiten aus bekämpfen zu können. Längst schlugen hell leuchtende Flammen aus dem Obergeschoss und dem Dachstuhl.



Donald Niehues sprach von insgesamt 90 Einsatzkräften in dieser Nacht. Dennoch wurden große Teile der alten Gaststätte von Flammen und Löschwasser vernichtet. Hinzu kam, dass die Feuerwehrmänner auch Teile des Obergeschosses einreißen mussten, um alle Brandnester ausmachen zu können.

Auch Bürgermeister Peter Amadeus Schneider kam noch zur nächtlichen Brandstelle. Als ihm klar wurde,dass das gefrierende Löschwasser große Flächen an Bürgersteigen zu vereisen drohte, alarmierte erdie Männer des gemeindlichen Bauhofs, die später das Eis abstreuten.Gegen 3.15 Uhr meldete die Einsatzleitung unter Benrd Daldrup: "Alles im Griff. Feuer gelöscht. Allen Kameraden einen herzlichen Dank. Und frohe Weihnachten."

Zur Brandursache liegen noch keine Erkenntnisse vor. Brandsachverständige der Polizei wurden eingeschaltet und führen die Ermittlungen durch.


Westfälische Nachrichten

29.11.2010

Jugendwehrmänner lösen Aufgaben mit Bravour

Nottuln - Sechs Jugendfeuerwehrmänner aus Nottuln haben die Prüfung zum Ausbildungsnachweis "Jugendflamme 2" bestanden. An diesem Wettbewerb der Stufe 2 beteiligte sich die Jugendfeuerwehr Nottuln zum ersten Mal.

Der Ausbildungsnachweis "Jugendflamme" gliedert sich in drei Stufen. Während die erste Stufe auf Ortsebene absolviert wird, müssen die nächsten beiden Stufen durch einen überörtlichen Prüfer abgenommen werden. Daher machten sich die Jugendfeuerwehrleute gemeinsam mit ihren Ausbildern auf den Weg nach Senden. Dort trafen sie mit den Jugendfeuerwehren aus Senden und Lüdinghausen zusammen, die ebenfalls an der Prüfung teilnahmen.

Vor Ort erwartete Kreisjugendfeuerwehrwart Markus Pöter die Teilnehmer, um die "Jugendflamme 2"-Prüfungen abzunehmen. Die Nottulner Löschstaffel löste die Aufgabe, eine Einsatzstelle auszuleuchten und gegen den fließenden Verkehr abzusichern, mit Bravour. Im Anschluss mussten ein provisorischer Wasserwerfer installiert und eine komplette Löschwasserversorgung aufgebaut werden. Für die Jugendlichen aus Nottuln stellte auch dies kein Problem dar, berichtet die Feuerwehr in einer Pressemitteilung. Danach erläuterten die angehenden Feuerwehrleute vor einer Prüfungskommission verschiedene feuerwehrtechnische Geräte.

Auf Grund der sehr guten Leistungen heftete Markus Pöter den erfolgreichen Teilnehmern nach Bewältigung der vielfältigen Aufgaben das "Jugendflamme-2"-Abzeichen an. Stolz traten die Jugendfeuerwehrleute die Heimreise an. Im nächsten Jahr soll als nächste Stufe die "Jugendflamme 3" in Angriff genommen werden.



Westfälische Nachrichten

19.11.2010

Pkw kollidiert mit Kleinbus

Nottuln/Ms-Roxel - Ein schwerer Unfall ereignete sich am Freitagmorgen bei Münster-Roxel: Ein Autofahrer geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einem Kleinbus. Hierbei wurde der Autofahrer eingeklemmt. Die Feuerwehr musste den eingeklemmten Mann aus seinem Fahrzeug befreien. Sowohl der Auto- als auch der Busfahrer wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.



Gegen 7.50 Uhr war der Pkw-Fahrer nach Angaben der Polizei auf dem Nottulner Landweg (L 843) auf Höhe der Straße Brock im Grenzbereich des Stadtgebietes Münster und des Kreises Coesfeld bei Münster-Roxel in einer Linkskurve ins Schleudern geraten. Er kam schließlich mit seinem Fahrzeug quer auf dem Mittelstreifen auf der Fahrbahn zum Stehen.

Dort wurde der Wagen des Coesfelders von einem entgegenkommenden Kleinbus, der von einem 70-jährigen Fahrer aus Münster gesteuert wurde, erfasst. Dieser hatte zuvor Kinder zur Schule gebracht, der Bus war bis auf den Fahrer unbesetzt. Der VW Polo wurde durch die Wucht des Aufpralls in den Straßengraben geschleudert. Beide Fahrer erlitten schwere Verletzungen. Der 20-Jährige musste mit einem Hubschrauber zu einem Krankenhaus geflogen werden.

Der Nottulner Landweg war während der Bergungsarbeiten im Bereich der Unfallstelle gesperrt. Erst am Mittag wurde die Sperrung aufgehoben. Der Sachschaden wird auf mindestens 25.000 Euro geschätzt.


Westfälische Nachrichten

14.10.2010

Großeinsatz: 33-Jähriger zündet sein Zimmer an

Nottuln - Tragischer Einsatz für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei: Ein 33-jähriger Mann hat am Donnerstagmorgen gegen 4 Uhr sein Zimmer in Brand gesetzt, um sich offenbar selbst zu töten. Der Feuerwehr Nottuln gelang es, den durch die Flammen schwer verletzten Mann zu retten. Der 33-jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.

Um 4.04 Uhr wurde der Löschzug Nottuln der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert und zur Einsatzstelle Appelhülsener Straße 73 gerufen. Unter der Leitung des stellvertretenden Löschzugführers Christof Langner rückten 18 Wehrleute mit drei Fahrzeugen aus. Alarmiert wurde ferner der Löschzug Darup, der mit zwölf Feuerwehrleuten ausrückte.

Unter schwerem Atemschutz drang ein erster Feuerwehrtrupp zu der brennenden Wohnung vor. Ein zweiter Trupp stand zur Sicherung der Feuerwehrkameraden bereit. Der Feuerwehr gelang es, den zu diesem Zeitpunkt schon schwer verletzten Mann zu retten. Die Polizei Coesfeld geht von einem Suizidversuch des 33-Jährigen aus. Nach vorliegenden Informationen handelt es sich um einen polnischen Staatsbürger, der in Nottuln wohnte und im Kreis Coesfeld arbeitete. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Mann sein Zimmer abgesperrt und verbarrikadiert, und dann das Feuer gelegt. Mitbewohner bemerkten das Feuer, drangen in die Wohnung ein und versuchten den 33-Jährigen zu retten. "Dieser wehrte sich aber heftig", schilderte die Polizei. Erst der Feuerwehr gelang es, den Mann ins Freie zu bringen.

Zügig wurden von der Feuerwehr die Flammen in der Wohnung gelöscht, sodass ein Übergreifen des Brandes auf andere Zimmer vermieden werden konnte. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 5000 Euro.


Westfälische Nachrichten

21.09.2010

24 Stunden Übung der Jugendfeuerwehr Nottuln

Nottuln - Es ist später Samstagnachmittag. Aus dem Kellergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Daruper Straße in Nottuln steigt dichter Qualm auf. Ein Hausbewohner wird vermisst. Wenig später rollen Feuerwehrfahrzeuge an und heraus springen 14 junge Feuerwehrleute. Zügig sind die Aufgaben verteilt. Fabian und Marcel dringen mit Schlauch, Lampe und Funkgerät in das verqualmte Kellergeschoss vor, während ihre Kollegen draußen eine Wasserversorgung aufbauen. Hinter einer Kellertür erwarten den Trupp ein loderndes Feuer - und der vermisste Bewohner. Wenige Minuten später sind das Feuer gelöscht, der Vermisste gerettet und das Haus mit einem Hochdrucklüfter entraucht.

Ein Ernstfall? Nein, zum Glück nur eine Übung. Der Rauch ist harmloser Disconebel, die lodernden Flammen sind Blitzleuchten und die Hitze kommt aus einem Heizstrahler. Der simulierte Einsatz ist Teil des ersten Berufsfeuerwehrtages der Jugendfeuerwehr Nottuln. Bei dieser Veranstaltung wird der Alltag einer 24-Stunden-Schicht an einer Berufsfeuerwehrwache nachempfunden.

Dazu gehören Gerätepflege, Sport, gemeinsame Mahlzeiten und die Übernachtung im Feuerwehrgerätehaus an der Appelhülsener Straße. Und natürlich - gestellte - Einsätze.

Neben dem Kellerbrand mussten die jungen Feuerwehrleute brennende Paletten löschen, das Eindringen auslaufender Betriebsstoffe in die Kanalisation verhindern und eine unbekannte Rauchentwicklung erkunden. Kompliziert war die Rettung einer eingeklemmten Person aus einem Unfallauto am frühen Sonntagmorgen.

Die Jugendlichen, die zwischen 13 und 18 Jahre alt sind, lösten die Einsatzlagen routiniert. Die Ausbilder Jörg Potthast, Marcus Bils, Christian Feldmann, Sebastian Mersmann und Sebastian Wolters, die den Berufsfeuerwehrtag organisiert hatten, waren begeistert von den Leistungen: "Fast wie die Profis" hätten sich die jungen Kollegen geschlagen. Bei der Vorbereitung wurden die Ausbilder durch alle vier Löschzüge und die Wehrführung der Gemeinde Nottuln stark unterstützt. Auch die Jugendlichen hatten viel Spaß an der abwechslungsreichen Veranstaltung. Und so lautete eine viel gestellte Frage während des abschließenden Frühstücks am Sonntagmorgen: "Wann machen wir den nächsten Berufsfeuerwehrtag?"



Westfälische Nachrichten

11.09.2010

Herbstabschlußübung aller Löschzüge der Gem. Nottuln

Nottuln - Samstagnachmittag im Industriegebiet! Zu spät erkennen Mitarbeiter der Firma von Albert Steinhoff (DS Dichtungstechnik), dass in einer ihrer Produktionshallen eine Maschine heiß gelaufen ist. Als die Brandmelder anschlagen, lodern schon die Flammen. Großalarm für die Feuerwehr. "Menschenleben in Gefahr".



Dass das ganze Szenario Basis einer Übung sein sollte, war am Samstag schnell ersichtlich. Denn noch bevor der erste Löschzug aus Nottuln an der vermeintlichen Unglücksstelle eintraf, warteten dort schon etliche Zuschauer und Gutachter: neben Kreisbrandmeister Donald Niehues auch Wehrführer Bernd Daldrup, Stellvertreter Johannes Greve, die DRK-Verantwortlichen Maria Sklenak und Matthias Honisch, Bürgermeister Peter Amadeus Schneider sowie die Ratsvertreter Heinz Rütering, Rolf Schulz, Michael Blümer, Wolf Haase, Helmut Walter und Hartmut Rulle. "Sie alle sollten und konnten sehen, dass das Geld, welches die Gemeinde in ihre Wehren einbringt, gut angelegt ist", hieß es später am runden Tisch.

Mittlerweile hatten Lösch- und Bergungstrupps unter Leitung von Heinz Hidding und Joachim Kruse damit begonnen, erste Opfer aus dem Gefahrenbereich zu retten und zur "Verwundeten-Sammelstelle" vor der Rettungswache abzulegen. Hier kümmerte sich Feuerwehrarzt Dr. Hans Jürgen Schönhauser um die Erstversorgung. Einsatzleiter Christof Langner meldete über die Leitstelle Coesfeld die Ausbreitung des Feuers und holte damit auch die Feuerwehren aus Darup, Schapdetten und Appelhülsen auf den Plan.

Drinnen unter schwerem Atemschutz mit Löschschaum, von draußen mit Wasser, rückten die Teams gleichzeitig vor. Mit dabei war auch erstmalig ein Schaumanhänger, den Firmenchef und Feuerwehrmann Albert Steinhoff seinen Kameraden gestiftet hatte.

Zum Abschluss der Übung gab es in einer der "von den Flammen verschonten" Werkshallen noch eine kleine Feier. Denn hier konnte Kreisbrandmeister Niehues dem Appelhülsener Feuerwehrmann Franz Haverbeck für dessen 70-jährige Mitgliedschaft in der Wehr das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold überreichen. Ehrenzeichen in Silber bekamen Dr. Hans Jürgen Schönhauser, Johannes Greve, Michael Feldmann, Richard Leifken, Georg Rabert und Hermann Schulze Welberg für 25 Jahre aktiver Dienstzeit in der Wehr.


Westfälische Nachrichten

01.09.2010

Evakuierungsübung im DRK-Kindergarten

Nottuln - Ein Feuerwehrmann in voller Atemschutzmontur ist schon eine ungewöhnliche und imposante Erscheinung. Und dann noch diese Geräusche beim Ein- und Ausatmen. Da können kleine Kinder schon mal große Augen und klopfende Herzen bekommen.


Doch bei den Jungen und Mädchen des DRK-Kindergartens am Kastanienplatz war die Scheu schnell überwunden und wich einer neugierigen Begeisterung für die Feuerwehr. Einen spannenden Start in die Woche erlebten die Kindergartenkinder, stand doch die jährlich vorgeschriebene "Evakuierungsübung" auf dem Programm. Kindergartenleiterin Gisela Wiskus und ihr Team hatten die Kinder bestens darauf vorbereitet, wie man sich bei einem Brand oder einem technischen Unglück zu verhalten hat.

Für die Übung, die zusammen mit derFeuerwehr Nottuln vorbereitet worden war, lösten die Kinder um 9.45 Uhr die Brandmelder aus. Nur wenige Minuten später rückte ein neunköpfiger Einsatztrupp unter der Leitung von Brandinspektor Christof Langner, stellvertretender Löschzugführer, im Kindergarten an. Das Erzieherinnenteam hatte zwischenzeitlich vorschriftsmäßig das Gebäude evakuiert und meldete dies auch dem Einsatzleiter der Feuerwehr. Um den Kindern die Scheu vor der Feuerwehr und ihrer Arbeit zu nehmen, simulierten die Wehrleute einen Löschangriff. Auch legten zwei Kameraden die Atemschutzgeräte an. Zu guter Letzt durften die Kinder den Feuerwehrwagen genau in Augenschein nehmen. Geduldig beantworteten die Wehrleute die vielen Fragen.

Christof Langner als Einsatzleiter war sehr zufrieden: "Es hat wirklich alles sehr gut geklappt", lobte er nicht nur die Arbeit seiner Kameraden, sondern insbesondere das Verhalten des Erzieherinnenteams. Über das Lob dürfte sich auch Bürgermeister Peter A. Schneider gefreut haben, der auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des DRK Nottuln die Übung beobachtete.


Westfälische Nachrichten

27.08. & 28.08.2010

Hochwasser Kreis Steinfurt / Kreis Borken

Die Freiwillige Feuerwehr Nottuln musste am letzen Wochenende gleich zwei Mal zur überörtlichen Hilfe nach Gronau und Horstmar ausrücken.

Nach dem heftigen Regen der letzen Tage unterstützte sie mit mehreren anderen Hunderten Hilfskräften die Wehren des Kreises Borken und Steinfurt beim Auspumpen von Kellern und erstellen von Barrieren aus Sandsäcken.



Westfälische Nachrichten

16.08.2010

Feuerwehr befreit Lkw-Fahrer - Verkehr fließt wieder

Nottuln/Dülmen - Ein kilometerlanger Rückstau hat sich am Montag an der Abfahrt Nottuln auf der A43 gebildet. Der Verkehr Richtung Recklinghausen musste dort über Appelhülsen und Buldern bis zur Autobahnauffahrt Dülmen-Nord umgeleitet werden, weil zwei Lkw geborgen werden mussten, die am Montagmorgen gegen 5.50 Uhr in einen schweren Unfall verwickelt waren. Mittlerweile ist die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben.



Ein 43-jähriger Kraftfahrer hatte seinen Lkw mit Anhänger wegen eines technischen Defekts auf dem Standstreifen in Fahrtrichtung Wuppertal kurz vor der Anschlussstelle Dülmen-Nord abgestellt. Dort touchierte ein 38 Jahre alter Fahrer mit seinem Sattelzug beim Vorbeifahren das Lkw-Gespann, teilt die Polizei mit. Der Sattelzug kam ins Schleudern, geriet in die Böschung und kippte um. Das Führerhaus wurde zwischen Bäumen eingeklemmt, der Auflieger schleuderte quer zur Fahrbahn und ragte bis in den linken Fahrstreifen herüber.

Der Fahrer des verunfallten Lkw war im hinteren Teil der Fahrerkabine eingeschlossen. Rund 35 Feuerwehrmänner der Löschzüge Appelhülsen und Nottuln waren vor Ort und befreiten den 38-Jährigen mit Hilfe eines Rettungszylinders. Nottulns Wehrführer Bernd Daldrup: "Der Mann konnte selbstständig aus der Kabine herausklettern." Der Verletzte musste mit dem Rettungstransportwagen ins Krankenhaus gebracht werden, er sei so schwer verletzt worden, dass er im Krankenhaus verbleiben musste, erklärte Polizeipressesprecherin Tanja Larssen.

Der Fahrer des defekten Fahrzeugs auf dem Seitenstreifen wurde leicht verletzt, er kam sicherheitshalber ebenfalls ins Krankenhaus. Der vorsorglich angeforderte Rettungshubschrauber jedoch konnte wieder abdrehen. Der Einsatz für die Feuerwehr endete um 7.45 Uhr. Der Sachschaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt.

Die Lkw mussten unter Einsatz spezieller Fahrzeuge und technischen Geräts geborgen werden. Die Richtungsfahrbahn Wuppertal war bis 9.30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Nottuln und Dülmen-Nord voll gesperrt. In dieser Zeit hatte sich der Verkehr bis zu einer Länge von etwa fünf Kilometern aufgestaut, teilt die Polizei mit. Je nach Fortschritt der Arbeiten wurden die Fahrzeuge dann einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt.


Westfälische Nachrichten

10.07.2010

Großübung: Feuerwalze auf dem Flugplatz in Bentlage

Nottuln/Rheine - Eine gigantische Feuerwalze, schwarze Rauchsäulen, schreiende, verletzte Menschen in der Kaserne Bentlage, Feuer im Tower und ein Trümmerfeld auf dem Rollfeld der ehemaligen Flugbasis in Hopsten/Dreierwalde: Den Einsatzkräften der Feuerwehren und Rettungskräften der Kreise Steinfurt, Warendorf, Borken, Coesfeld und der kreisfreien Städte Gelsenkirchen und Münster bot sich am Samstag ein echtes Horrorszenario, das zum Glück nur eine Übung war.


Allerdings eine Übung, die es in dieser Größenordnung seit Jahrzehnten nicht mehr in Westfalen gegeben hat: Insgesamt 750 Einsatzkräfte mit rund 150 Fahrzeugen nahmen an der Übung "Feuerkonzert 2010" teil. Ziel der Übung, die am Samstagmittag begann, war es,die Zusammenarbeit zwischen Kreis, Bundeswehr und Bezirksregierung zu trainieren. Als die Übung am Samstag um 12.30 Uhr beginnt wartet auf Feuerwehren und Rettungskräfte ein Höllenszenario, das die brütende Hitze am Samstag noch unerträglicher machte. Denn vielfach müssen die Wehrleute in Schutzkleidung und mit Atemmasken vorgehen - bei 37 Grad Celsius eine echte Tortur. Die angenommene Lage: Bei einer Gefahrenabwehrübung kollidiert ein Transporthubschrauber CH-53 auf dem Weg zum Heeresflugplatz Rheine-Bentlage mit einem Transportflugzeug. An Bord des Hubschraubers befindet sich das Heeresmusikkorps - daher der Name der Übung: "Feuerkonzert 2010". In Bentlage touchiert der Transporthubschrauber im Notlandeanflug einen kleinen Alouette-Hubschrauber und setzt einen Wald in Brand. Rund 50 Personen werden verletzt.

Das Transportflugzeug, das mit der CH 53 kollidiert, hat mehrere Kartons mit Explosivstoffen an Bord und muss auf der ehemaligen Luftwaffenbasis in Hopsten-Dreierwalde notlanden. Dabei streift die Maschine den Tower. Dort sind drei Personen eingeschlossen und müssen mit einem Drehleiterwagen gerettet werden. In einem angrenzenden Areal entsteht ein gewaltiger Brand: Bei der Notlandung hat das Transportflugzeug eine Fläche von rund 50 000 Quadratmetern - etwa fünf Fußballfelder - in Brand gesetzt und eine brennende Ölspur hinterlassen. Ein solcher Brand kann mit mit Luftunterstützung gelöscht werden. Außerdem muss eine 3000 Meter lange Schlauchleitung zur Dreierwalder Aa gelegt werden. Als besondere Herausforderung kam dann noch direkt zu Beginn der Übung ein echter Flächenbrand auf der staubtrockenen Grasfläche am Rollfeldrand der ehemaligen Luftwaffenbasis hinzu. Dieses reale Feuer musste natürlich zuerst gelöscht werden. Dabei kam der eigentlich nur für diese Übung vorgesehenn Löschwasseraußenlastbehälter "Smokey" gerade recht. Zwei Ladungen zu je 5000 Litern Wasser wurden gezielt über dem Grasbrand ausgeleert. Erst anschließend wurde das "Übungsfeuer" am Tower gelöscht.


Gegen 18 Uhr war die rund sechsstündige Übung beendet. Anschließend konnten die beteiligten Feuerwehren und Rettungskräfte auf der ehemaligen Luftwaffenbasis in Hopsten-Dreierwalde, auf der auch das Nachtlager aufgeschlagen wurde, etwas verschnaufen, essen, trinken und eine Dusche nehmen. Als kleines Dankeschön vor allem für die vielen ehrenamtlichen Helfer gab es dann abends ein Public Viewing mit der Übertragung des "Kleinen Finales" Deutschland gegen Uruguay. Nach einem Frühstück am Sonntagmorgen kehrten die Einheiten wieder in ihre Heimatorte zurück. Die Großübung wurde für einen Ausbildungsfilm auf Video dokumentiert. Die Erkenntnisse, die während der Übung gewonnen wurden, wurden ebenfalls dokumentiert, um Schwachstellen offenzulegen und die Zusammenarbeit weiter zu verbessern.

Die Übung wurde von zahlreichen Pressevertretern sowie Vertretern der Bezirksregierung Münster, des nordrhein-westfälischen Innenministeriums sowie den Bürgermeistern von Hörstel und Rheine - Heinz Hüppe und Bernd Lunkwitz - beobachtet.


Westfälische Nachrichten

09.06.2010

Bahnhofstraße: Lkw erfasst 81-Jährige Frau und verletzt sie schwer

Nottuln/Appelhülsen - Schrecklicher Verkehrsunfall in Appelhülsen: Eine 81-jährige Radfahrerin aus Appelhülsen geriet am frühen Mittwochnachmittag unter einen Sattelschlepper, der auf eine Parkfläche der Raiffeisen Steverland an der Bahnhofsstraße abbog.



Nach Angaben der Polizei Coesfeld saß ein 29-jähriger Mann aus Dülmen am Steuer des Lkw. Er habe beim Abbiegen die auf dem Fahrrad-/Gehweg radfahrende Frau übersehen, schilderte die Polizei weiter. Das tonnenschwere Fahrzeug schleifte die Verunglückte noch ungefähr neun Meter mit, bevor es zum Stehen kam.

Feuerwehrmänner aus Nottuln und Appelhülsen setzten Hebekissen ein und bargen die Schwerverletzte unter dem Laster heraus. Der Rettungshubschrauber flog die 81-Jährige dann zur Uni-Klinik Münster. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 2000 Euro.


Westfälische Nachrichten

23.05.2010

Tanz im Spritzenhaus "Spektakel für Jung und Alt"

Nottuln - "Wasser marsch!", hieß es am Sonntagnachmittag beim großen Feuerwehrfest der Nottulner Freiwilligen Feuerwehr. Die Jugendfeuerwehr hatte ein Schlauchsystem von einem aufgebauten Wasserbassin über den gesamten Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus gelegt, um am anderen Ende mit drei Spritzen den Platz zwischen dem Fahrzeugdepot der Feuerwehr und der Halle des Bauhofes zu fluten, was nach kurzen Problemen an der Pumpe auch klappte.

Die Übung war nur eines der vielen Highlights, die der Löschzug Nottuln seinen zahlreichen Besuchern aller Altersklassen bot. Neben der Hüpfburg und einem kleinen Kettenkarussell waren die aufgestellten Einsatzfahrzeuge natürlich äußerst interessant, vor allem, weil man sie auch begehen konnte. Des Weiteren zeigten und erklärten die Feuerwehrmänner die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände in den Wagen. Besonders eindrucksvoll waren zwei Einsatzfahrzeuge der Berufsfeuerwehr Münster: ein umgebauter Bus, der als Einsatzleitfahrzeug dient, und ein viele Meter hoher Mobilkran.

"Wir wollen der Gemeinde Nottuln vorstellen, was wir an Ausrüstung haben und wie wir damit arbeiten", erklärte Löschzugführer Ulrich Jenning. Außerdem sei es der Truppe wichtig, Jugendliche für die Arbeit in der Jugendfeuerwehr zu gewinnen. Auch über das herrliche Wetter war er sehr erfreut: "Zum Glück spielt Petrus mit", sagte er zufrieden, dass so viele Schaulustige gekommen waren.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags zogen vor allem die beiden Übungen das Interesse der Zuschauer auf sich. Nach der Vorstellung der Jugendfeuerwehr folgte die Demonstration des neuen "Sprungretters". Die ist ein großes Luftpolster, das heutzutage anstelle von Sprungtüchern verwendet wird. Um zu zeigen, wie es funktioniert, ließen die Feuerwehrmänner einen Dummy vom Kran in den blauen Himmel heben, um ihn dann später aus mehreren Metern Höhe auf das Polster fallen zu lassen.

Den Abschluss des Festes bildete wieder der "Tanz im Spritzenhaus", der allen Beteiligten viel Spaß bescherte.



Westfälische Nachrichten

12.04.2010

Nachbarin verhindert Schlimmeres

Nottuln/Appelhülsen - "Ein Haus brennt", hieß es gestern früh gegen 7.50 Uhr für die Feuerwehren in Appelhülsen und Nottuln. Einsatzort war ein kleines Backsteinhaus an der Münsterstraße in Appelhülsen. Hier hatte eine aufmerksame Nachbarin - quasi im Vorbeigehen - das laute Pfeifen eines Rauchmelders vernommen. Als sie dann auch noch Qualm durch die Ritzen der Rollos hervorquellen sah, rief sie die Feuerwehr.



Die war dann auch schnell zur Stelle und begann unter Leitung des stellvertretenden Löschzugführers Clemens Lenfers mit der Brandbekämpfung. Dank der schnellen Alarmierung und des schnellen Zugangs zum Haus - die Feuerwehr öffnete die Haustür mit einem Schlüssel, der bei einem Nachbarn deponiert war - konnte ein Schwelbrand zügig gelöscht werden.

Nach Angaben der Polizei Coesfeld brannten im Flur des Hauses Holzscheite. Diese hatten Feuer gefangen, da die Glasscheibe eines davor stehenden Windlichtes geplatzt war. Die Bewohner waren zum Zeitpunkt des Brandes nicht zu Haus.

Unter Aufsicht von Gemeindebrandmeister Bernd Daldrup und dessen Stellvertreter Johannes Greve kontrollierten Feuerwehrmänner mit schwerem Atemschutz im verqualmten Haus alle Räume, bevor sie dann Frischluft in die Zimmer bliesen. Johannes Greve und Hauptbrandmeister Antonius Lau untersuchten das Haus später mit der Wärmebildkamera nach versteckten Brandnestern. Die Münsterstraße war für die Dauer des Feuerwehreinsatzes von der Polizei gesperrt worden.


Westfälische Nachrichten

23.03.2010

Zwei Motorradfahrer schwer verletzt

Nottuln - Bei einem schweren Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich der Kreisstraßen 18 und 12 (Nottuln/Limbergen) sind am späten Dienstagnachmittag zwei Motorradfahrer schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei Coesfeld, befuhr gegen 17.20 Uhr ein ein 18 Jahre alter Motorradfahrer aus Münster die K 12 in Richtung Nottuln.



Ein 54 Jahre alter Motorradfahrer aus Datteln befuhr die K 12 entgegengesetzt und beabsichtigte an der Kreuzung K 12 / K 18 nach links in die K 18 (Fahrtrichtung Buldern) abzubiegen.

Dabei missachtete der 54 Jahre alte Kradfahrer den Vorrang des Gegenverkehrs und es kam zur Kollision beider Fahrzeuge, berichtete die Polizei. Bei dem Verkehrsunfall erlitten beide Kradfahrer schwere Verletzungen. Der Sachschaden beträgt rund 11.000 Euro.

Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Im Bereich der Unfallstelle war die Straße für ca. zwei Stunden gesperrt. Das Motorrad des Münsteraners wurde in einen Straßengraben geschleudert und verlor dort Motoröl. Durch das Ordnungsamt Nottuln wurde eine Fachfirma beauftragt, die das verschmutzte Erdreich während der Unfallaufnahme auskofferte.


Westfälische Nachrichten

22.03.2010

Tag der Feuerwehr "71 Einsätze gemeistert"

Nottuln - Kaum hatte der Festakt der Nottulner Wehr begonnen, klingelte es in der Funkzentrale: "Ölalarm!" Sofort sprang ein ganzer Pulk Feuerwehrmänner auf, stürzte nach unten in die Bereitschaftsräume und bretterte in Minutenschnelle zum Einsatzort. Löschzugführer Uli Jenning: "Ich vermag gar nicht einzuschätzen, wie viele Menschenleben und welche Werte durch unsere stets hoch motivierten Feuerwehr-Kameraden gerettet und erhalten werden."

Am Sonntag führte der Löschzug Nottuln seinen "Tag der Feuerwehr" durch. Begonnen hatte alles mit einem gemeinsamen Gottesdienst in St. Martinus, dem sich die Kranzniederlegung an der Versöhnungskapelle anschloss. Mit dabei Bürgermeister Peter Amadeus Schneider, Kreisbrandmeister Donald Niehues, Gemeindebrandmeister Bernd Daldrup, dessen Stellvertreter Johannes Greve, Serge Courteboeuf, Roman Fradais und Emanuel Lana aus Nottulns Partnerstadt St. Amand-Montrond mit "ihrem" Dolmetscher Alain Tessonneau, Feuerwehr-Arzt Dr. Jans-Jürgen Schönhauser und Kaplan Siegfried Schölpen.

In seiner Jahresbilanz listete Uli Jenning noch einmal die Einsätze von 2009 auf. Darunter auch den Großbrand vom 23. Juli: "Strohdach brennt nach Blitzschlag". Für die französischen Gäste von Heinz Jürgen Nolte übersetzt, hörte sich das so an: "Grand Incendie juillet le 23.2009 - toit de chaum flamber après foudre".

Insgesamt kamen bei den 71, meist technischen Einsätzen die Aktiven des Nottulner Löschzuges auf 1377 Einsatz-Stunden. "Zählt man die Ausbildungsabende, Lehrgänge, Pflege- und Reparaturstunden dazu, kommen wir auf mehr als 6000 Stunden im Dienste der Allgemeinheit, schätze Jenning. Und weiter: "Trotz des finanziellen Engpasses, der im Moment überall an erster Stelle steht, können wir uns glücklich schätzen, mit der Gemeindeverwaltung Nottuln einen starken Partner im Rücken zu haben. "Einen Gedanken, den Bürgermeister Schneider sofort aufgriff und bestätigte: "Die Gemeinde sieht ihr Geld gut angelegt, wenn es schon gelingt, auch nur ein einziges Menschenleben zu retten. Das gilt auch für Sie selbst. Kommen Sie bitte immer wieder gesund von Ihren Einsätzen zurück."

Danach überreichte Gemeindebrandinspektor Bernd Daldrup dem Oberfeuerwehrmann Sebastian Rapior und dem Unterbrandmeister Simon Warmeling die Ernennungsurkunden zu ihren neuen Titeln: "Eine Würdigung und besondere Anerkennung für Engagement, Einsatzbereitschaft und die erfolgreiche Teilnahme an Ausbildungs- und Fortbildungskursen.

Lob und je ein kleines Geschenk gab es dann noch für Gil Beckort und Tobias König, "die an den 23 Dienstabenden des Jahres nicht einmal gefehlt haben."



Westfälische Nachrichten

02.03.2010

Nottuln: Schwerer Unfall auf der L843

Nottuln - Schwerer Unfall auf der Schapdettener Straße (Landstraße 843): Heute (Dienstag) gegen 9.42 Uhr befuhr eine 56-jährige Pkw-Fahrerin aus Münster die Straße in Richtung Nottuln. Kurz vor dem Ortsbeginn geriet die Frau aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit dem entgegenkommenden Pkw eines 64-jährigen Nottulners.



Bei der Kollision wurden beide Fahrzeugführer verletzt. Die Frau musste schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Der Nottulner verletzte sich leicht. Beide Fahrzeuge, so teilt die Polizei mit, waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der anschließenden Bergung der Autos war die Landstraße für etwa anderthalb Stunden gesperrt. Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von geschätzt 22.000 Euro.

Zwei Fahrzeugführer, die als erstes den Unfallort erreichten, hielten jedoch nicht an, sondern umfuhren die Unfallstelle, ohne Erste Hilfe zu leisten, schreibt die Polizei weiter. Erst der nächstfolgende Pkw-Fahrer betätigte sich zusammen mit einem Nachbarn als Ersthelfer. Die Kreispolizeibehörde ermittelt nun wegen "Unterlassener Hilfeleistung". Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 02541/14-0 zu melden.


Westfälische Nachrichten

26.01.2010

Erste Feuerwehrfrau in der Löschgruppe Schapdetten

Nottuln/Schapdetten - Im Dorf kennt sie jeder. Schließlich spielt Jana Zumbrink nicht nur als linke Verteidigerin in der Damenmannschaft von Fortuna Schapdetten; zusätzlich trainiert sie auch noch die gerade im Aufbau befindliche Mädchen-U11. Und in der Freizeit sieht man sie schon mal auf ihrem "Ramon" durch die Detterheide reiten.

Der Gedanke an die sportliche Betätigung war es auch, der die 18-Jährige maßgeblich an der Seite ihres Bruder Jonas zur Freiwilligen Feuerwehr trieb. Der brauchte nur einmal zu sagen: "Schau dir das einfach mal an" - und schon war Jana dabei. Und im Kreis der "Jungs" an der Roxeler Straße wurde sie spontan willkommen geheißen: Schließlich ist sie die erste Feuerwehrfrau der Nottulner Wehren.

Löschzugführer Winfried Homann nickt zufrieden: "Jana bringt alles mit, was ein Löschzugmitglied braucht. Körperliche Fitness, Sinn für Kameradschaft, Verantwortungsbewusstsein und Disziplin - das ist vorbildlich. Zum Glück sind unsere sanitären Bereiche nach dem Umbau der Bereitschaftsräume auch für Frauen ausgelegt. So gibt es gar keine Einschränkungen. Im Gegenteil, es könnten ruhig noch ein paar Frauen mehr sein."

Sport will Jana Zumbrink nach bestandenem Abi am Wilhelm-Hittorf-Gymnasium in Münster auch studieren. "Mir strebt ein Sportstudium für Breitensport an der Sporthochschule in Köln vor", verrät sie ihren Traum. "Da kommt mir die Arbeit bei der Feuerwehr als Sportergänzung gerade recht."

Doch bevor Jana einen Platz im Schapdettener Feuerwehrhaus zugewiesen werden konnte, musste sie in Nottuln beim "Feuerwehrarzt" Dr. Hans-Jürgen Schönhauser antreten. Der testete sie ganz nach Vorschrift auf Herz und Nieren. Vor allem ihre Lunge. Denn für das Arbeiten unter Atemschutzgeräten muss jeder Feuerwehr-Aspirant ein "Gütesiegel 26/3" aufweisen können. Sonst wird´s nichts. Bei Janas Sportlernatur hatte der Arzt keine Probleme.

Erst nach diesem "Gesundheits-TÜV" durfte Jana Zumbrink mit Diana Mührmann, im Ordnungsamt der Gemeinde für die Feuerwehren zuständig, zur Einkleidung im münsterschen Fachgeschäft Brink einkaufen: Helm, Dienstanzug, Arbeitsanzug, Stiefel und ein weißes Hemd. "Nur was ich dann noch drunter trage, gehört mit persönlich. Aber das geht ja wohl niemanden was an", lacht sie.

Die Feuerwehrkameraden haben ihrer neuen Kollegin schon die ersten wichtigen Griffe beigebracht. Der Rest kommt nach und nach mit den Lehrgängen. Wenn jetzt ihr Alarmmelder piept, darf Jana zwar mitfahren, muss sich aber noch ein Jahr lang mit Beobachten außerhalb des Gefahrenbereichs begnügen. Erst dann darf Nottulns erste Feuerwehrfrau voll mitmischen.



Westfälische Nachrichten

13.01.2010

Generalversammlung Jugendfeuerwehr Nottuln

Nottuln - Zur Generalversammlung konnte der Jugendfeuerwehrwart der Gemeinde Nottuln Jörg Potthast nicht nur die Mitglieder der Jugendfeuerwehr sondern auch zahlreiche Gäste begrüßen. Der Wehrführer Bernd Daldrup und dessen Stellvertreter Johannes Greve waren ebenso anwesend wie die Zugführer und Stellvertreter der Löschzüge Nottuln, Appelhülsen und Darup.

In einem bunten Rückblick ließ Schriftführer Bernd Laakmann das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren und hatte die Lacher auf seiner Seite. Ein Höhepunkt war sicherlich die Ausrichtung des Kreis-Jugendfeuerwehr-Zeltlagers, welches die Jugendfeuerwehr Nottuln aus Anlass ihres 25-jährigen Gründungsjubiläums Pfingsten 2009 organisierte. Über vier Tage zelteten 250 Teilnehmer aller Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Coesfeld auf der Gemeindewiese in Nottuln. Feuerwehrtechnische Wettkämpfe, Sport, Spaß und Spiel prägten bei bestem Wetter das Programm während des Zeltlagers. Weitere besondere Aktivitäten im Jugendfeuerwehrjahr 2009 waren die Teilnahme am Franz-Josef-Frye-Pokal in Ascheberg und der Erwerb der Leistungsspange im September in Everswinkel, wo die Jugendfeuerwehr Nottuln außerordentlich gut abgeschnitten hat. Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung der deutschen Jugendfeuerwehr. Bei praktischen Feuerwehrübungen, Sport und theoretischen Fragen müssen die Jugendlichen ihr Können unter Beweis stellen. So findet eine optimale Vorbereitung auf den Dienst als aktiver Feuerwehrmann statt. Als neuer Schriftführer für das Jahr 2010 wurde Jan Philipp Gerding gewählt.

Danach folgte der ausführliche Kassenbericht von Jörg Potthast und dessen anschließende Entlastung, die von den Kassenprüfern Jann Schnier und Michael Humberg beantragt wurde. Als Kassenprüfer für 2010 bestimmte die Versammlung Jan Elpers und Marcel Hinkerohe. Als Nachfolger von Gruppenführer Christian Englisch, der im Frühjahr 2010 von der Jugendfeuerwehr zu den aktiven Kameraden wechselt, wurde Jan Elpers gewählt.

Im Anschluss stellte Jörg Potthast das geplante Programm für das Jahr 2010 vor, welches er gemeinsam mit seinen Ausbilderkollegen Marcus Bils, Christian Feldmann, Sebastian Mersmann und Sebastian Wolters erarbeitet hatte. Unter anderem sind ein Berufsfeuerwehrtag, die Teilnahme am Jugendflamme-Wettbewerb, ein Erste-Hilfe-Kurs und ein Jahresausflug geplant. Abschließend bedankte sich der Jugendwart bei allen Jugendlichen für die rege Teilnahme an den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Ein besonderes Lob stellte er Christian Englisch und Jan Elpers aus. Die beiden Jugendfeuerwehrleute waren 2009 bei allen Terminen der Jugendfeuerwehr Nottuln anwesend.


Westfälische Nachrichten

06.01.2010

A 43: Lastwagen-Fahrer übersteht Unfall unverletzt

Nottuln/Dülmen - Einen Verkehrsunfall auf der A 43 zwischen Nottuln und Dülmen hat ein Lastwagen-Fahrer am Mittag unverletzt überstanden. Das Führerhaus der Zugmaschine kippte bei dem Unfall nach vorn. Der 42-jährige, britische Fahrer einer dänischen Sattelzugmaschine war mit seinem Fahrzeug in Richtung Wuppertal unterwegs, als vorne links der Reifen platzte.



Die Zugmaschine kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Mittelschutzplanken.Bei dem Fahrzeug war - nach Angaben der Polizei - zuvor offenbar eine Arretierung vergessen worden, so dass durch den Aufprall das gesamte Führerhaus nach vorne kippte. Der Fahrer wurde aus seiner Lage befreit und in ein Krankenhaus gebracht.

Nach eingehender Untersuchung stellten die Ärzte fest, dass der Mann glücklicherweise doch unverletzt war. Der Gesamtsachschaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt. Beide Fahrstreifen mussten zunächst gesperrt werden. Der Verkehr, der über den Seitenstreifen rollte, staute sich auf über zwei Kilometer Länge.

 
 
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